Neue Küsterin in der Johanniskirche!

Nachricht 25. Februar 2019

Seit Februar hat Helga Schuller das Küsteramt inne

„Ohne Kirche kann ich mir die Gesellschaft nicht vorstellen. Da würde was fehlen“, sagt Helga Schuller. Anfang Februar trat sie als Küsterin die Nachfolge von Reinhard Graffunder an. Seit im Herbst die Stelle im Kirchenboten ausgeschrieben war, setzte sie sich gedanklich damit auseinander. Im Januar rang sie sich durch, griff zum Telefon und hakte im Pfarrbüro nach. Noch am selben Nachmittag gab es ein Gespräch mit dem KV-Vorsitzenden Horst Schurig, Pastorin Franziska Baden und Annegret Graffunder. Schnell wurde man sich einig.

„Das ist komplett neu für mich“, sagt die 61-Jährige, die noch ein bisschen rätselt, auf was sie sich da eingelassen hat. Man lerne einen neuen Beruf. Sie sei sehr dankbar, dass Reinhard Graffunder und Tommi Kuhr, der Interimsküster, sie so gut unterstützen und anlernen.

Die Escheder Kirchengemeinde kennt Helga Schuller durch den Gitarrenkreis „Saitensprünge“, bei dem sie 14 Jahre mitgespielt hat, und auch den Weltgebetstag hat sie schon mehrfach mit vorbereitet. Seit sechs Jahren macht sie eine Meditationsausbildung: Drei Mal im Jahr trifft sich dazu eine feste Gruppe für eine Woche im Kloster Wennigsen (Deister).
„Kirche müsse sich etwas einfallen lassen, um den Generationenwechsel zu vollziehen“, sagt die neue Küsterin und fügt hinzu „es gibt inzwischen aber auch viele gute Initiativen.“

In Schladen am Harzrand verlebte Helga Schuller Kindheit und Jugend. Nach dem Realschulabschluss wollte sie eigentlich Physiotherapeutin werden. Da das mit längerer Wartezeit verbunden gewesen wäre, machte sie erstmal eine Ausbildung zur Masseurin und medizinischen Bademeisterin in Worms. Anschließend arbeitete sie in mehreren Kurkliniken, stellte aber nach einiger Zeit fest, dass das nicht ihr Traumberuf war.

Ihr Vater war Förster und Helga Schuller hatte schon immer Interesse an Wald- und Forstwirtschaft. An der Fachoberschule in Landshut machte sie ihr Fachabitur. Vor dem Studium der Forstwirtschaft in Weihenstephan unternahm sie eine ausgedehnte Reise durch Indonesien, Australien und Neuseeland. Das Studium schloss sie nicht ab, sie blieb zu Hause, um ihren drei Kindern alles für einen guten Start ins eigene Leben mitzugeben.
2002 zog die Familie nach Eschede, Helga Schuller nahm im gleichen Jahr die Arbeit im Obi-Gartencenter in Celle auf, wo sie bis zum vergangenen Jahr tätig war. Diese lange Erfahrung sowie ihr Engagement beim Nabu und der eigene Garten mit 3000 Quadratmetern sind bestimmt beste Voraussetzung für die Pflege der Grünanlagen um Kirche und Christophorushaus, die auch zu ihren vielen Aufgaben als Küsterin gehört.

Joachim Gries